Statt Electroreturn: 7 Alternativen für Elektroschrott

Mit Electroreturn konntest du Elektrogeräte einfach und kostenlos per Post entsorgen.

Heute geht das nicht mehr. Der Service der Deutschen Post wurde 2019 eingestellt.

Trotzdem gibt es bequeme Möglichkeiten, um elektrische Kleingeräte loszuwerden. Also alles, was kürzer als 25 Zentimeter ist und mit Strom betrieben wird. Egal, ob per Akku, Batterie oder Netzteil.

Wir zeigen dir 7 Alternativen zu Electroreturn.

Der Service Electroreturn der Deutschen Post wurde eingestellt.   

#1 Saturn, MediaMarkt und Co.

Fachgeschäfte für Elektronik müssen deinen Elektroschrott annehmen. Kostenlos.

Jedenfalls, wenn es sich um ein Kleingerät handelt. Das ist bei einer Kantenlänge unter 25 cm der Fall. Dazu gehören etwa Smartphones, Ladegeräte, Kopfhörer. Aber auch Dinge wie elektrische Zahnbürsten, Kameras oder kleine Toaster.

Das gilt gesetzlich in allen Läden, die elektrische Geräte auf mehr als 400 m² Verkaufsfläche anbieten. Das sind gerade mal 20 x 20 Meter. Beim Saturn oder MediaMarkt bist du also auf der sicheren Seite. Dagegen sind die meisten Supermärkte ausgenommen.

Entweder, du bringst deine alten Elektrogeräte im Ladengeschäft vorbei. Du kannst sie aber auch per Post (DHL Retoure) verschicken. Wie genau, erfährst du in dieser Anleitung von Saturn. Dort kannst du auch deine Versandmarke kostenlos ausdrucken.

Formular, um per DHL ein Retourenlabel zu erstellen

Übrigens: Auch Großgeräte wie Waschmaschinen müssen die Läden gratis annehmen. Allerdings nur, wenn du gleichzeitig ein Neugerät kaufst.

#2 Amazon & Online-Shops

Auch bei Online-Shops kannst du deinen Elektroschrott kostenlos einschicken. Hier gilt ebenso die Regel der Kantenlänge von unter 25 Zentimetern.

Dazu bietet Amazon einen eigenen Service an. Der ist aber leider etwas komplizierter als die Option von Saturn und Co. Hauptsächlich, weil das Formular gut versteckt ist. Generell funktioniert es aber gleich: Online Etikett drucken und an die UPS-Paketstation bringen.

#3 Kommunale Sammelstelle

Der klassische Weg führt schon immer zum Wertstoffhof. Auf elektroschrott.de/wertstoffhoefe findest du einen in deiner Nähe.

Auf den Recycling-Plätzen kannst du deinen Elektroschrott nachhaltig entsorgen. Meistens ist das auch umsonst. Jedenfalls, wenn es sich um haushaltsübliche Mengen handelt.

Kannst du kleine Elektrogeräte auch auf den Sperrmüll legen? Das kommt auf die Regelung deines lokalen Entsorgungsunternehmens an.

Achtung: Bei vielen Geräten gibt es mehrere Möglichkeiten der Entsorgung. So zum Beispiel bei alten Digitalkameras. 


#4 Schadstoffmobil

Apropos Sperrmüll: Besonders bequem ist es, wenn du deinen kleinen Elektroschrott einfach abholen lassen kannst.

Das geht zum Beispiel in Köln: Dort sammelt das Schadstoffmobil regelmäßig kaputte elektronische Gegenstände ein. Gleiches Prinzip in Stuttgart – hier heißt der Service „Wertstoffmobil“.

Müllwerker in orangenen Westen schieben Elektroschrott in einen Lastwagen

Google am besten, ob es ein vergleichbares Angebot in deiner Stadt gibt!

#5 Sammelcontainer

Mancherorts entsorgst du Elektrogeräte so einfach wie Altglas. Zum Beispiel in Freiburg oder in Hamburg. Hier stehen an den Wertstoff-Inseln auch Container für Elektroschrott.

Achtung: Alte Akkus gehören dort nicht hinein. Die musst du gesondert entsorgen. Explosionsgefahr!

#6 Verkaufen

Wohin mit alten Geräten, die noch funktionieren? Am besten zu Geld machen. Denn noch ökologischer als Recycling ist es, wenn Elektronik gar nicht erst im Müll landet.

Unternehmen wie Rebuy oder wirkaufens.de kaufen gebrauchte Handys, Laptops und Co. in jedem Zustand an. Du beantwortest einfach ein paar Fragen, erhältst ein Angebot und schickst das Altgerät ein.

Rebuy schlägt 306,06 € für ein gebrauchtes iPhone 8 vor

Nicht ganz so bequem, aber etwas persönlicher und vielleicht auch lukrativer sind die Ebay Kleinanzeigen. Hier bestimmst du den Preis selbst. Das Handeln kann sogar Spaß machen! Allerdings nur, wenn du dein gebrauchtes Gerät auch verkauft bekommst.

Spezialfall Druckerpatronen

Per Electroreturn konntest du auch Tintenpatronen oder Toner per Post entsorgen. Die heutige Alternative ist fast noch besser: Denn Plattformen wie geldfuermuell.de oder der Hersteller Brother geben dir für leere Patronen und Toner Geld.


#7 Spenden

Mit deiner Entsorgung kannst du gleichzeitig etwas Gutes bewirken. Etwa, indem du dein Handy spendest!

Schickst du es an handysfuerdieumwelt.de, kommt das einer Spende von zwei Euro an die Deutsche Umwelthilfe gleich. Grund dafür sind die wertvollen Rohstoffe, die in Telefonen stecken. Gold, Silber und Kupfer zählen dazu.

Das Handysammelcenter nimmt auch Tablets an. Die Telekom unterstützt durch die Erlöse verschiedene Projekte. So konnte sie bereits über 3 Millionen Handys verwerten.

Was ist (oder war) Electroreturn?

Electroreturn war ein Service der Deutschen Post, der die Entsorgung von elektrischen Kleingeräten erleichterte.

Darüber konntest du diese nachhaltig entsorgen. Einfach in eine Versandtasche oder einen Karton stecken. Dann online das Versandlabel ausdrucken und mit der kostenlosen Marke versenden.

Anschließend hat der Partner von Electroreturn, die ALBA Group, die gesammelten Gegenstände fachgerecht recycelt.

Die Einstellung von Electroreturn war laut Pressesprecher Alexander Edenhofer überfällig. „Neue Rücknahmesysteme von Elektroaltgeräten“ hätten Electroreturn verdrängt.

1 Kommentar zu „Statt Electroreturn: 7 Alternativen für Elektroschrott“

  1. Pingback: Elektroschrott kostenlos entsorgen › Das Modersohn-Magazin - ein Berlinblog aus Friedrichshain

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.